Les Bergeries de Brau
Historische Villa, erbaut 1901–1905 von Bérenger Saunière, heute Museum Domaine de l'Abbé Saunière.
Die Villa Béthanie wurde zwischen 1901 und 1905 von Bérenger Saunière als sein Wohnsitz erbaut. Der Name "Bethania" bezieht sich auf den biblischen Ort Bethanien, wo Maria Magdalena lebte. Die Villa enthält eine private Glaskapelle und ist heute als Museum Domaine de l'Abbé Saunière zugänglich. Saunière lebte hier bis zu seinem Tod 1917.
Die Villa Béthanie wurde von Tiburce Caminade aus Limoux entworfen, einem bekannten Architekten der Region - Grundsteinlegung: 3. Juni 1901 - Fertigstellung: Mai 1905 - Maurer: Elie Bot aus Luc-sur-Aude - Dachdecker: Joseph Fabre aus Dourgne - erbaut im neugotischen Stil - Eine private Glaskapelle (Wintergarten/Konservatorium), die erst 1910 angebaut wurde
Marienstatue: Eine Terrakotta-Statue nach Murillos Gemälde "Mariä Himmelfahrt" (Assumption of the Virgin) - Kind-Jesu-Figur: Eine Figur des Prager Jesuskindes (Infant Jesus of Prague) – eine besonders verehrte katholische Reliquie - Theresia von Lisieux: Ein Gemälde der heiligen Thérèse vom Kinde Jesus, auch bekannt als "die kleine Blume - Alphonse Mucha: Eine gemalte Kopie eines Tapisserie-Werks des berühmten Jugendstil-Künstlers Alphonse Mucha, ein überraschender Fund.
Marie Dénarnaud, Saunières langjährige Haushälterin, erhielt vom Gemeinderat die Erlaubnis, weiterhin im Pfarrhaus zu wohnen. Über Jahrzehnte lieh sie sich Geld von Freunden, um die Villa zu halten. Sie behauptete, das *große Geheimnis* von Saunière zu kennen, nahm es aber 1953 mit ins Grab. Noël Corbu wurde 1946 Eigentümer der Villa und beglich alle Schulden. 1955 eröffnete Corbu dort ein Hotel und Restaurant, das er *La Tour Magdalena* nannte und damit den Tourismus des Mysteriums einleitete.
Saunière ließ die Kapelle 1910 bauen – also 5 Jahre nach Fertigstellung der eigentlichen Villa (1905) - Die Glaskapelle war ein privater Sakralraum, kein offizieller Kirchenraum, sondern Teil der Villa. Damit konnte Saunière weiterhin Messe feiern, auch ohne offizielle Pfarrstelle - Ausgestattet mit Altar, Buntglasfenster mit Herz-Jesu-Symbolik und religiöse Artefakte - spiritueller Rückzugsort, ein *Heiligtum* für Saunières private Andachten und möglicherweise *geheimen Rituale*.
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